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Aisha |
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Wesen, Verhalten |
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Fremde Besucher begrüßt sie recht verhaltend, mit
einer gewissen Zurückhaltung und beobachtet sie erst einmal aus einer
entsprechenden Distanz. Wenn sie dann allerdings mit hocherhobenem Kopf und
Rute, freudig wedelnd, ihren Kauknochen bringt, ist das Eis gebrochen. Aisha unterscheidet sehr im
Umgang mit Menschen und ihren Artgenossen. Es gibt Zwei- und Vierbeiner, die
sie überhaupt nicht interessieren und denen sie sich gegenüber sehr
zurückhaltend oder auch arrogant zeigt, und andere, mit denen sie sehr gern zusammen ist.
Ohne, dass wir es ihr je beigebracht haben, nimmt sie von keinem Fremden
Leckerlis. Als sie sich vor kurzem in der TiHo einer ziemlich aufwendigen
Zuchttauglichkeitsuntersuchung unterziehen musste, wollte die beiden
untersuchenden Ärztinnen sie belohnen mit Hundekuchen, weil sie alles so
gelassen und freundlich über sich ergehen lassen hatte. Nein, da war nichts
zu machen. Sicherlich roch der Hundekuchen verlockend, aber sie drehte immer
wieder den Kopf weg, bis wir ihr den Hundekuchen gaben. Im Verhalten anderen
Hunden gegenüber, haben wir allerdings den Verdacht, dass Aisha ihrerseits
auswählt, ob die Hunde ihr in Ausdauer und Schnelligkeit das
Wasser reichen können. Einige Hunde werden nur kurz begrüßt und dann links
liegen gelassen. Andere jedoch werden von ihr direkt aufgefordert, mit ihr zu
toben und zu spielen. Das sind meist immer Hunde, die ihr an Schnellig- und
Geschicklichkeit ebenbürtig sind. Dann werden Kreise gezogen und getobt,
dass es eine Freude ist, zuzusehen. |
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Was ihr Spielzeug und ihre geliebten
Kauknochen anbelangt, ist sie ein Pedant. Sie kann im Tiefschlaf liegen,
unsere Katze, die sich überhaupt nicht für ihre Sachen interessiert,
betritt den Raum, dann springt sie wie elektrisiert auf, um ihre Sachen in
Sicherheit zu bringen und sie zu bewachen. |
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| Gesundheit Aisha ist HD- und ED-frei.
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| Intelligenz Aisha beherrschte mit ca. 4 Monaten sämtliche Kommandos des Gehormsam-Einmaleins wie Sitz, Platz , Bleib etc. sowie das Heranpfeifen mit der Hundepfeife sowie das Ablegen mit dem Trillerpfiff. Aber auch nur aus dem einem Grund, indem sie sich alles bei ihrer Mama Cira abguckte und nachahmte. Da sie über eine sehr gute Beobachtungsgabe, ein schnelles Auffassungsvermögen und großen Ehrgeiz verfügt, beobachtete sie genau die Befehle und Übungen, die wir mit Cira durchführten und vollzog sie mit einem Seitenblick auf ihre Mama. Das Thema Junghunderziehung stellte sich somit für uns gar nicht ! Aisha wurde, wie zuvor auch Cira, im April 2004 im 6-monatigen Grundkurs „Gehormsam“ der Jägerschaft Neustadt ausgebildet. Sie schloss allerdings nicht mit der Höchstpunktzahl sondern mit 2 Punkten im Abzug ab. Leider regnete es am Prüfungstag in Strömen, und der Prüfungsplatz war mit riesigen Wasserlachen bedeckt. Regen ist ja bekanntlich schon entsetzlich für einen Rhodesian Ridgeback, aber dann auch noch Kommandos wie Ablegen auf nassem Untergrund. Das war zu viel des Guten. Souverän und gelassen führte sie ihre Prüfungsaufgaben aus, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied zu den anderen Prüflingen. Sie führte zwar das Kommando „Platz“ aus, aber sie schwebte, der ägyptischen Sphinx nicht unähnlich, einige Zentimeter über dem Untergrund, um bloß keinen nassen Bauch zu bekommen. Dieses führte zwar zur allgemeinen Belustigung, brachte ihr aber die Punktabzüge. Uns störte es nicht geringstem; denn das ist nun einmal ein ganz typisches Ridgeback Verhalten. Wir waren sehr stolz auf Aisha. Im Laufe der Zeit entwickelte Aisha auch ein enormes Talent für Strategien, ihre Mama auszutricksen, wie z.B. bei der Auswahl der exponierten Liegeplätze. Beide Hündinnen lieben es, bei Herrchen oder Frauchen eingerollt und eng angeschmiegt auf dem Sofa zu liegen. Da Cira die Ranghöhere ist, muss Aisha ihr meistens den Vortritt überlassen. Das akzeptiert sie auch und liegt scheinbar völlig entspannt daneben. Nach einer Weile hebt sie den Kopf, blickt zur Eingangstür und grummelt vor sich hin. Dann springt sie plötzlich laut bellend zur Tür, als hätte jemand das Grundstück betreten. Natürlich springt nun auch Cira auf und läuft bellend zur Eingangstür. Aber Aisha ist bereits auf dem Rückweg und mit einem Satz auf dem begehrten Platz. Beim Fressen hat Aisha dieses auch einmal versucht... das gab Ärger. Aisha ist sehr harmoniebedürftig. Hat sie einmal etwas angestellt und wird verbal gemaßregelt ;- was hast du da gemacht -, so ist sie sofort sehr betroffen und kommt niedergeschlagen und wedelnd, um sich zu entschuldigen. Keine Reaktion ist in diesem Fall die schlimmste Strafe für Aisha. Fällt dann nach einiger Zeit der Satz : "Wollen wir uns wieder vertragen?", dann kommt sie, leise vor Freude jaulend und überglücklich zu uns, um uns überschwänglich ihre Zuneigung zu zeigen und ausdauernd die Hände und möglichst noch das Gesicht abzulecken. Ihre Hundewelt ist sogleich wieder in Ordnung. Die Freude über das „sich wieder vertragen“ ist einfach unbeschreiblich bei ihr. Sehr Interessant ist die Rollenverteilung zwischen unseren Ridgebacks. Cira überträgt Aisha Aufgaben, die sie dann für sie ganz gewissenhaft ausführt. Z.B. beim letzten Welpentreffen mit dem A-Wurf begrüßten die ersten ankommenden Hundekinder Cira, indem sie sich unterwarfen und ihr die Lefzen leckten. Aisha beobachtete dieses aus einiger Entfernung. Bevor der dritte Welpe ankam, übergab Cira diese Aufgabe an Aisha. Cira zog sich sodann auf einige Entfernung zurück, legte sich majestätisch mit hoch erhobenem Kopf mitten auf den Platz und beobachtete das Geschehen. Nun hatte Aisha die Aufgabe, die Neuankömmlinge zu unterwerfen, ehe sie den Platz betreten durften. Sie meisterte diese Aufgabe zu Cira's vollsten Zufriedenheit.
Aisha ist eine rundum liebenswerte und sehr intelligente Hündin, die weiß,
was sie will.
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